Welcher Katzenfreund kennt das nicht: die Minitiger lieben es im Bett zu schlafen, mit und ohne menschlichem Personal. Mit den Flauschpopos das Bett zu teilen war bisher bei uns auch nie ein Problem. Timmy schläft am liebsten in irgendeinem Kratzbaum und die Birmchen haben ebenfalls ihre ganz individuellen Übernachtungsplätze: auf dem Sofa oder in den bereit stehenden Kuschelhöhlen. Die Bande der Maskierten schläft auch gerne im Bett und teilt sich problemlos den vorhandenen Platz mit den eventuell bereits darin liegenden Menschen. Kito beschlagnahmt ab und zu ein Kopfkissen. Das ist nicht weiter problematisch, denn es sind genügend davon vorhanden. Also alles harmonisch, alles schnulli… bisher…
Doch dann kam Mingo! Das Bett mit Ragdoll-Kater Mingo zu teilen, ist eine echte sportliche Herausforderung. Schlüpfe ich abends unter die Decke, dauert es nicht lange und der dicke Raggy springt aufs Bett, schmiegt sich ganz eng an meinen Po oder an meinen Rücken und schläft schnurrend ein. Wie alle Katzen verbreitet er dabei eine unglaubliche Wärme. Das wird mir dann schnell zu viel und im Halbschlaf rutsche ich ein Stück zur Seite… Mingo rutscht nach. Ich rutsche noch ein Stück weiter… Mingo rutscht nach. Ich rutsche noch ein Stück weiter… und *plumps*, bin ich aus dem Bett gefallen. Verschlafen und bedröppelt sitze ich auf dem Boden und kann nicht so recht glauben, was mir da soeben passiert ist. Dann knipse ich die Nachttischlampe an. Und was sehe ich? Ragdoll Mingo, der sich räkelt, streckt und sich wohlig in MEINEM Bett ausbreitet, sich in MEINE Bettdecke einkuschelt und mich gelangweilt aus halbgeöffneten Augen ansieht, als wollte er sagen: „Na, hast Du endlich begriffen, wo Dein Schlafplatz ist?“
Ich schwör’s Dir, Kater! Irgendwann kommt er, der Moment… und dann mache ich ein kuscheliges Rheumafell aus Dir! *grummel-mecker-schimpf*